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   philocom Philosophische Praxis Detlef Staude
 

S e m i n a r e

     

Zorn, Hass und Vergebung

Eines der grössten Rätsel des Menschseins ist die Quelle von Moral und Ethik. Bereits Kleinkinder können ein sehr klares Unrechtsempfinden entwickeln und auf Situationen, die sie als ungerecht wahrnehmen, mit Zorn reagieren. Man will, dass derjenige, der die Macht hat, auf das eigene Wollen angemessen eingeht. Wie Zorn für die Gerechtigkeit, so braucht es Mitgefühl für die Wahrnehmung der Bedürftigseins der Anderen. Zorn kann aber auch durch Vorstellungen manipuliert, zu Hass umgestaltet und verstetigt werden.

Offenbar liegt die Quelle von Moral und Ethik also im Bereich der Gefühle. Doch wie kommen wir dazu, unsere ethischen Forderungen und Ansprüche hintan zu stellen und jemanden sein Unrecht zu vergeben? Das ist nicht einfach, manchmal aber unter stimmigen Umständen notwendig, z.B. nach Bürgerkriegen. Die menschliche Gemeinschaft funktioniert eben nur a) aufgrund von das Zusammenleben und Handeln strukturierenden Regeln (Moral, Ethik) und b) darüber hinausweisendem Tun in Form einer Gabe, eines Geschenks oder supererogatorischem Handeln (Handeln, das nicht verpflichtend sein kann, sondern freiwillig ist).

Datum: 6.10.2018

Anmeldeschluss: 28.9.2018

Zeit: 8.30–13.30 Uhr (neue Uhrzeit)

Ort: Wabern bei Bern, Waldblickstr. 26

Kosten: Fr. 120.-

Anmeldung: philomail@philocom.ch

    

Nachsinnen zur Mittagszeit  

Kosmologie – Naturphilosophie – Weltbilder

I. Kosmos, Logos, Nomos: Antike und mittelalterliche Weltbilder

   

Die abendländische Philosophie beginnt wie Mythologie und Religion mit der Frage, warum die Welt ist, wie sie ist, und worin sie ihren Ursprung hat. Nur tauchen in den philosophischen Erklärungen keine willkürlich handelnden Götter mehr auf. Aus diesen naturphilosophischen Vorstellungen entstanden Weltbilder und wandelten sich bis in die heutige Zeit. Wir versetzen uns an die Orte ihres Entstehens, besprechen diese Welt- und Menschenbilder im Zusammenhang mit den zugehörigen philosophischen Ideen und vergleichen sie. Begeben Sie sich gemeinsam mit den anderen Teilnehmern auf eine Suche danach, was unsere Welt im Innersten zusammenhält!

17.10. An der Küste der Ägäis: Der Ursprung des Kosmos und die Wellen der Erkenntnis – Heraklit

24.10. In den Weinbergen Thrakiens: Seine Qualitäten, Atome oder Elemente – Demokrit, Epikur, Lukrez

31.10. An einer Lagune auf Lesbos: Erfindung systematischer Wissenschaft und der Sphären – Aristoteles

7.11. Von Kos über Alexandria bis Rom: Die Wissenschaft und Heilkunst der Antike – Hippokrates, Dioscurides, Celsus und Galen

14.11. Von der Seine zum Rhein: Johannes Scotus Eriugenas vernünftige Natur – Hildegards spirituelle Natur

21.11. In Kath am Aralsee: Die persisch-arabische Philosophie, Medizin und Wissenschaft – Al-Biruni

28.11. In Paris, Oxford und Köln: Die Wiederentdeckung der empirischen Natur – Roger Bacon und Albertus Magnus

  

Jeder Teil besteht aus 7 Einheiten: a) 60 Min. Seminarteil (12.10 – 13.10), 5 Min. Pause und b) 45 Min. vertiefendes Gespräch und Diskussion (13.15 – 14.00);
die Teile a) und b) ergänzen sich, Teil a) kann aber auch ohne Teil b) belegt werden.

Anmeldung: VHS Bern, Grabenpromenade 3: 031-320 30 30; www.vhsbe.ch

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